HANDBALL: Regel- änderungen (Teil 1/5)
Der Mannschaftskapitän wird wieder explizit an zwei Stellen des erneuerten Handball-Regelwerkes genannt. Die Streichung des Kapitäns aus dem Regelwerk bei der Änderung 2005 hatte zu vielen Verwirrungen geführt, die eigentlich gar nicht beabsichtigt waren.
Dies ist eine „kleine Änderung“ der Handballregeln, die zum 1. Juli modifiziert wurden und mittlerweile in Kraft getreten sind. Markus Mehrhoff, Schiedsrichter-Lehrwart im Handballkreis Minden-Lübbecke, erläutert die Neuerungen, die vor allem im Bereich der Regelwidrigkeiten und unsportlichen Verhaltens sowie und bei den Strafen vorgenommen wurden.
Einige begriffliche Änderungen wirken sich nicht als einschneidend aus: Torwarte sind zu kennzeichnen und nicht mehr zu benennen; sie müssen identische und nicht mehr gleiche Trikotfarben tragen. Nach einer Verwarnung muss eine Hinausstellung folgen, es ist also keine Soll-Bestimmung mehr. Klargestellt wurde, dass Trikotnummern von 1 bis 99 getragen werden dürfen. 01, 02, 03 etc. sind dabei jedoch nicht zulässig. Ebenfalls wurde im Regelwerk jetzt das Tragen von Kopftüchern aus religiösen Gründen aufgenommen; diese müssen aus einem weichen und elastischen Material sein.
Auch im Bereich des Auswechselraums gab es ein paar Änderungen, insbesondere wirken diese sich auf die bis zu vier Mannschaftsoffiziellen aus. Die Coaching-Zone für Trainer beginnt 3,5 Meter von der Mittellinie, wo auch die Auswechselbank anfangen sollte, und geht bis zum Ende der Auswechselbänke. Der Raum von der Mittellinie bis zum Beginn der Bank bei ca. 3,5 Metern darf von Spielern nur zum Ein- und Auswechseln betreten werden sowie von den Offiziellen, um die grüne Karte für ein Team-Time-Out beim Zeitnehmer abzugeben. Es soll damit verhindert werden, dass dem Zeitnehmer und Sekretär der Blick auf das Spiel und die Auswechselvorgänge genommen wird, indem zum Beispiel der Trainer mehrere Minuten mit der grünen Karte bei ihnen steht, um auf den richtigen Augenblick für das Team-Time-Out zu warten. Die bis zu vier Offiziellen einer Mannschaft sollten auch keine Kleidungsfarben verwenden, die eine Verwechslung mit den Spielern der gegnerischen Mannschaften zulässt.
Quelle: Neue Westfälische (Text)